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	<title>Kommentare zu: Dekonstruktion – eine Ann&#228;herung</title>
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	<description>Kultur und Evangelium in der Postmoderne</description>
	<pubDate>Mon, 01 Dec 2008 19:25:22 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Jordanus</title>
		<link>http://zeit-geist.info/2008/03/09/dekonstruktion-eine-annaeherung/#comment-208</link>
		<dc:creator>Jordanus</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Nov 2008 12:03:56 +0000</pubDate>
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		<description>"Denn ihn versteh ich mit Dostojewski nicht als Verk&#252;nder einer ewigen Wahrheit; seine Botschaft ist , dass es genau die nicht gibt."

Scipion, Ich demonstriere mal meine schlichte Form der Bibellekt&#252;re:
Wenn Jesus sagt,  

"Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich" 

so ist damit ja schon ein statisches Verst&#228;ndnis von Wahrheit, das Wahrheit als dem Menschen allzeit verf&#252;gbar sieht, unterlaufen.

Aber dass es Wahrheit nicht gibt, sagt er nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Denn ihn versteh ich mit Dostojewski nicht als Verk&#252;nder einer ewigen Wahrheit; seine Botschaft ist , dass es genau die nicht gibt.&#8221;</p>
<p>Scipion, Ich demonstriere mal meine schlichte Form der Bibellekt&#252;re:<br />
Wenn Jesus sagt,  </p>
<p>&#8220;Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich&#8221; </p>
<p>so ist damit ja schon ein statisches Verst&#228;ndnis von Wahrheit, das Wahrheit als dem Menschen allzeit verf&#252;gbar sieht, unterlaufen.</p>
<p>Aber dass es Wahrheit nicht gibt, sagt er nicht.</p>
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	<item>
		<title>Von: scipion</title>
		<link>http://zeit-geist.info/2008/03/09/dekonstruktion-eine-annaeherung/#comment-206</link>
		<dc:creator>scipion</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Nov 2008 22:10:31 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Daniel,

ich musste einen Augenblick dar&#252;ber nachdenken, wie sich Theologie und Dekonstruktion verbinden lie&#223;en - habe mich dabei der Differenzierung zwischen "Negativer" und "Positiver" Theologie erinnert - und glaube, das k&#246;nnte dabei helfen. Der Unvereinbarkeit von Dekonstuktion und Begrifflichkeit mit absolutem Geltungsanspruch sind wir uns ja einig. Insofen bietet die Positive Theologie (Paradies, Fegefeuer, Ewigkeit,) dankbare Angriffspunkte f&#252;r dekonstruierendes Denken. 

Doch es gilt ja eben nicht eine eigentliche Wahrheit aufzudecken, kalter Rationalismus, die Wahrhaftigkeit der Aufkl&#228;rer, etikettiert mit dem Label "Vernunft" und damit nur ein neuer G&#246;tze ist ja nicht Sinn und Zweck der &#220;bung. 

Allenfalls Sagbarkeitsgrenzen, M&#246;glichkeiten von Wissen - und im Falle der Kirche einigerma&#223;en entsprechend Strukturen der Macht - sollen gezeigt werden. Und im G&#252;nstigsten Falle eben Alternativen, die qua sprachlicher Bedingtheit nat&#252;rlich auch nur metaphorischen Quasi-Charakters sein k&#246;nnen.

Damit kommt die Negative Theologie ins Spiel. Wenn also Transzendenz nicht mehr mit der M&#246;glichkeit von Absolutheit verbunden werden kann, ger&#228;t nat&#252;rlich ein entsprechender Gottesbegriff ins Wanken. Das hei&#223;t aber nicht, dass er endg&#252;ltig evakuiert werden kann. (nur nebenher: das ist die &#252;bliche atheistische Einf&#228;ltigkeit - eine eher simple semantische Relation: Komplementarit&#228;t - wie will man Nicht-Gott definieren ohne Gott?)

Wenn man aber transzendentales Verm&#246;gen als Ausweis menschlichen Bewusstseins betrachtet - Sloterdijk hat das mal Immunsystem dritter Ordnung genannt - dieses aber als stets zu hinterfragenden, dekonstruierenden Prozess begreift und nicht als Frage-Antwort-Spiel - kommen wir bei Jesus an: Denn ihn versteh ich mit Dostojewski nicht als Verk&#252;nder einer ewigen Wahrheit; seine Botschaft ist , dass es genau die nicht gibt. Was es aber gibt, und zwar f&#252;r jeden einzelnen, ist die M&#246;glichkeit zu w&#228;hlen, den individuellen Weg. Gut und Schlecht sind lediglich Perspektiven, im Ergebnis abh&#228;ngig vom jeweiligen Beobachter. Und eine richtige Wahl kann es schon deshalb nicht geben, weil sie sich immer im Spannungsverh&#228;ltnis zwischen Individuum und Gemeinschaft befindet - so ist das mit den Menschen nunmal. 

Abschlie&#223;end, warum soll man sich trotz dieser relativistischen Einsichten zumindest darum bem&#252;hen keinem anderen zu schaden?

Meine Antwort dazu bedarf eines anthropologischen Arguments:
Weil unabh&#228;ngig von der jeweiligen Lebenssituation die meisten M&#252;tter dieser Erde ihre Kinder entsprechend behandeln und das obwohl sie ja eigentlich die Wahl haben.
 
Jesus als Erfinder der Dekonstruktion? - ich freu mich auf Deine Antwort.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Daniel,</p>
<p>ich musste einen Augenblick dar&#252;ber nachdenken, wie sich Theologie und Dekonstruktion verbinden lie&#223;en - habe mich dabei der Differenzierung zwischen &#8220;Negativer&#8221; und &#8220;Positiver&#8221; Theologie erinnert - und glaube, das k&#246;nnte dabei helfen. Der Unvereinbarkeit von Dekonstuktion und Begrifflichkeit mit absolutem Geltungsanspruch sind wir uns ja einig. Insofen bietet die Positive Theologie (Paradies, Fegefeuer, Ewigkeit,) dankbare Angriffspunkte f&#252;r dekonstruierendes Denken. </p>
<p>Doch es gilt ja eben nicht eine eigentliche Wahrheit aufzudecken, kalter Rationalismus, die Wahrhaftigkeit der Aufkl&#228;rer, etikettiert mit dem Label &#8220;Vernunft&#8221; und damit nur ein neuer G&#246;tze ist ja nicht Sinn und Zweck der &#220;bung. </p>
<p>Allenfalls Sagbarkeitsgrenzen, M&#246;glichkeiten von Wissen - und im Falle der Kirche einigerma&#223;en entsprechend Strukturen der Macht - sollen gezeigt werden. Und im G&#252;nstigsten Falle eben Alternativen, die qua sprachlicher Bedingtheit nat&#252;rlich auch nur metaphorischen Quasi-Charakters sein k&#246;nnen.</p>
<p>Damit kommt die Negative Theologie ins Spiel. Wenn also Transzendenz nicht mehr mit der M&#246;glichkeit von Absolutheit verbunden werden kann, ger&#228;t nat&#252;rlich ein entsprechender Gottesbegriff ins Wanken. Das hei&#223;t aber nicht, dass er endg&#252;ltig evakuiert werden kann. (nur nebenher: das ist die &#252;bliche atheistische Einf&#228;ltigkeit - eine eher simple semantische Relation: Komplementarit&#228;t - wie will man Nicht-Gott definieren ohne Gott?)</p>
<p>Wenn man aber transzendentales Verm&#246;gen als Ausweis menschlichen Bewusstseins betrachtet - Sloterdijk hat das mal Immunsystem dritter Ordnung genannt - dieses aber als stets zu hinterfragenden, dekonstruierenden Prozess begreift und nicht als Frage-Antwort-Spiel - kommen wir bei Jesus an: Denn ihn versteh ich mit Dostojewski nicht als Verk&#252;nder einer ewigen Wahrheit; seine Botschaft ist , dass es genau die nicht gibt. Was es aber gibt, und zwar f&#252;r jeden einzelnen, ist die M&#246;glichkeit zu w&#228;hlen, den individuellen Weg. Gut und Schlecht sind lediglich Perspektiven, im Ergebnis abh&#228;ngig vom jeweiligen Beobachter. Und eine richtige Wahl kann es schon deshalb nicht geben, weil sie sich immer im Spannungsverh&#228;ltnis zwischen Individuum und Gemeinschaft befindet - so ist das mit den Menschen nunmal. </p>
<p>Abschlie&#223;end, warum soll man sich trotz dieser relativistischen Einsichten zumindest darum bem&#252;hen keinem anderen zu schaden?</p>
<p>Meine Antwort dazu bedarf eines anthropologischen Arguments:<br />
Weil unabh&#228;ngig von der jeweiligen Lebenssituation die meisten M&#252;tter dieser Erde ihre Kinder entsprechend behandeln und das obwohl sie ja eigentlich die Wahl haben.</p>
<p>Jesus als Erfinder der Dekonstruktion? - ich freu mich auf Deine Antwort.</p>
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	<item>
		<title>Von: Daniel</title>
		<link>http://zeit-geist.info/2008/03/09/dekonstruktion-eine-annaeherung/#comment-205</link>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Oct 2008 10:32:20 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Scipion,

vielen Dank f&#252;r deinen Kommentar. Den Einwand, dass Dekonstruktion nichts mit Begriffen zu tun haben kann die einen Absolutheitsanspruch stellen kenne ich sehr gut. Meiner Ansicht nach ist es dennoch wichtig in diesem Kontext zu dekonstruieren – und zwar mit der Motivation die du in folgender Aussage angesprochen hast: 

&lt;blockquote&gt;Gerade ihr Anliegen ist es, solch vermeintlich historisch invarianten Instanzen den Absolutheitsanspruch zu entziehen und zwar dergestalt, dass ihre historische Varianz, was ihr Referenzpotential angeht, aufgezeigt wird und damit verbunden auch der Missbrauch, der mit ihnen getrieben wird - infolge der Tatsache, dass sie eben als Ausschlussmechanismen funktionieren, die eben Grenzen des Sagbaren etablieren. Und diese Grenzen gilt es zu zeigen - mithin, wenn man das tut betreibt man Dekonstruktion.&lt;/blockquote&gt;

Bei der Dekonstruktion werden die Grenzen der Sprache und des Sagbaren deutlich. Absolutheitsanspr&#252;che werden obsolet und die Subjektivit&#228;t des Wahrgenommenen wird deutlich. Ich denke, dass gerade in der Theologie eine solche Auseinandersetzung sehr hilfreich sein kann.

Durchaus bewusst bin ich mir im praktizieren einer solch theologischen Dekonstruktion, dass sowohl die „&#220;berzeugten Dekonstruktivisten“ als auch eine Reihe von Theologen und Christen dieser Praxis kritisch gegen&#252;ber stehen. Dennoch erachte ich es, unter anderem mit John D. Caputo oder auch Peter Rollins, als &#228;u&#223;erst sinnvoll sich dieser Spannung auszusetzen.

Viele Gr&#252;&#223;e
Daniel</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Scipion,</p>
<p>vielen Dank f&#252;r deinen Kommentar. Den Einwand, dass Dekonstruktion nichts mit Begriffen zu tun haben kann die einen Absolutheitsanspruch stellen kenne ich sehr gut. Meiner Ansicht nach ist es dennoch wichtig in diesem Kontext zu dekonstruieren – und zwar mit der Motivation die du in folgender Aussage angesprochen hast: </p>
<blockquote><p>Gerade ihr Anliegen ist es, solch vermeintlich historisch invarianten Instanzen den Absolutheitsanspruch zu entziehen und zwar dergestalt, dass ihre historische Varianz, was ihr Referenzpotential angeht, aufgezeigt wird und damit verbunden auch der Missbrauch, der mit ihnen getrieben wird - infolge der Tatsache, dass sie eben als Ausschlussmechanismen funktionieren, die eben Grenzen des Sagbaren etablieren. Und diese Grenzen gilt es zu zeigen - mithin, wenn man das tut betreibt man Dekonstruktion.</p></blockquote>
<p>Bei der Dekonstruktion werden die Grenzen der Sprache und des Sagbaren deutlich. Absolutheitsanspr&#252;che werden obsolet und die Subjektivit&#228;t des Wahrgenommenen wird deutlich. Ich denke, dass gerade in der Theologie eine solche Auseinandersetzung sehr hilfreich sein kann.</p>
<p>Durchaus bewusst bin ich mir im praktizieren einer solch theologischen Dekonstruktion, dass sowohl die „&#220;berzeugten Dekonstruktivisten“ als auch eine Reihe von Theologen und Christen dieser Praxis kritisch gegen&#252;ber stehen. Dennoch erachte ich es, unter anderem mit John D. Caputo oder auch Peter Rollins, als &#228;u&#223;erst sinnvoll sich dieser Spannung auszusetzen.</p>
<p>Viele Gr&#252;&#223;e<br />
Daniel</p>
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	<item>
		<title>Von: scipion</title>
		<link>http://zeit-geist.info/2008/03/09/dekonstruktion-eine-annaeherung/#comment-204</link>
		<dc:creator>scipion</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Oct 2008 21:52:54 +0000</pubDate>
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		<description>Mich verbl&#252;fft doch erheblich, dass hier eigentlich &#252;ber die strukturalistische &#220;berspanntheit namens Dekonstruktion diskutiert werden m&#246;chte, gleichwohl aber Begriffe fallen, die schlicht fehl am Platz sind - Sinn, Geist, Wahrheit,  - was soll das alles sein.?

Dar&#252;ber hat zwar sicher jeder mit gewissen transzendentalen All&#252;ren einmal nachgedacht - worauf aber diese Begriffe referieren - das kann kaum allgemeing&#252;ltig gekl&#228;rt werden und schon gar nicht mithilfe der Dekonstruktion. 
Gerade ihr Anliegen ist es, solch vermeintlich historisch invarianten Instanzen den Absolutheitsanspruch zu entziehen und zwar dergestalt, dass ihre historische Varianz, was ihr Referenzpotential angeht, aufgezeigt wird und damit verbunden auch der Missbrauch, der mit ihnen getrieben wird - infolge der Tatsache, dass sie eben als Ausschlussmechanismen funktionieren, die eben Grenzen des Sagbaren etablieren.
Und diese Grenzen gilt es zu zeigen - mithin, wenn man das tut betreibt man Dekonstruktion. Jedoch nicht Destruktion.

Das Dilemma n&#228;mlich ist, dass jeglicher noch so radikale Dekonstruktionsversuch in denselben Grenzen verhaftet bleibt, die auch seine Gegenst&#228;nde bestimmen, n&#228;mlich in jenen der Sprache.

Jede Bezeichnung ist sogleich eine Abstraktion dessen, was da benannt werden soll und daher ist auch jegliche Dekonstruktion stets eine Abstraktion, m&#246;glicherweise zeigt sie Alternativen auf.

Dazu ein Beispiel:
Ich habe das nicht l&#228;nger verfolgt, aber eine Zeit lang war ja das Thema "Offenlegung des menschliches Genom" in der &#214;ffentlichkeit sehr en vogue.

Im Grunde aber ist das ein Spezialdiskurs der Genetik, wovon eben auch nur ausgewiesene Spezialisten wirklich etwas verstehen. F&#252;r eine breitere &#214;ffentlichkeit, und f&#252;r die ist es ja von Belang, da ja vermeintlich Hoffnung besteht, dass bestimmte Erbkrankheiten geheilt werden k&#246;nnten, bedarf es zur Vermittlung des Themas einer Simplifizierung der an sich sehr komplizierten Materie. Das geschieht &#252;ber das Mittel der Metapher - und im angef&#252;hrten Beispiel wird das menschliche Genom behandelt wie ein Text. Das Genom best&#252;nde demnach also aus einer Reihe von Zeichen (namentlich Sequenzen der vier Basen A, C, G, T).
Das dem so ist, ist daran zu sehen, wie denn die Praxis der Offenlegung attributiert wird - da wird entschl&#252;sselt, decodiert, dechiffriert, geknackt usw. - T&#228;tigkeiten, die man eigentlich an verschl&#252;sselten Texten betreibt.

Dummerweise aber suggeriert diese Textmetaphorik, dass sich einzelne Sequenzen, die Gene eben, gleichsam eines Pr&#228;dikats oder Objekts innerhalb eines Textes oder Satzes isoliert betrachten lassen bzw. auch modifizieren lassen w&#252;rden. (Das ist dann der Unfug mit dem Gen f&#252;r Sch&#246;nheit oder Klugheit, das dann immer mal wieder gefunden wird - und allen Ernstes kann man sich auf den Homepages von amerikanischen Samenbanken ja ausf&#252;hrliche Profile der Spender ansehen, um auch ja keinen Idioten zu bekommen - das ist der Weg zum Designerbaby)

Was allerdings nicht so bekannt ist, dass in Laborversuchen mit Tieren, bei denen einzelne Gene ver&#228;ndert worden sind, diese dann zwar einen entsprechend ver&#228;nderten Ph&#228;notyp aufweisen, sie aber h&#228;ufig auch Krebs oder sonstwas bekommen.
Damit ist die Grenze des Sagbaren erreicht, etabliert durch die Textmetaphorik. Denn innerhalb eines Satzes kann ich zwar ein Element austauchen - ein Objekt durch ein anderes - und es bleibt weiterhin ein Satz, hingegen scheint dies beim Genom nicht der Fall zu sein, da seine Funkionsweise offenbar nicht aus den jeweiligen Einzelfunktionen der Gene resultiert, sondern vielmehr orchestral organisiert zu sein scheint. Dies aber l&#228;sst sich schlechterdings mit der Textmetapher nicht abbilden.

Nach dieser durchaus sehr reduzierten Dekonstruktion des Textbegriffes in Bezug auf das menschliche Genom, bleibt nun die M&#246;glichkeit eine andere zu finden - diese aber wird auch kaum der Komplexit&#228;t des Themas gerecht werden, da Begriffsbildung per definitionem schon immer eine Abstraktion ist.

Und daher sind Begriffe mit Absolutheitsanspruch (Sinn, Gott usf.) beim Thema Dekonstruktion v&#246;llig fehl am Platz, denn es handelt sich hierbei einfach um eine relativistische Debatte.
Das mag man im Kern unmoralisch finden, aber Wahrheiten gibts bei der Dekonstruktion nicht zu finden, allenfalls variante G&#252;ltigkeiten werden gezeigt, in aller Regel problematisiert und es kann einem in der Tat die F&#252;&#223;e weghauen, wenn man sich seiner eigenen Subjektivit&#228;t nur noch als begriffliche Projektion sicher sein kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mich verbl&#252;fft doch erheblich, dass hier eigentlich &#252;ber die strukturalistische &#220;berspanntheit namens Dekonstruktion diskutiert werden m&#246;chte, gleichwohl aber Begriffe fallen, die schlicht fehl am Platz sind - Sinn, Geist, Wahrheit,  - was soll das alles sein.?</p>
<p>Dar&#252;ber hat zwar sicher jeder mit gewissen transzendentalen All&#252;ren einmal nachgedacht - worauf aber diese Begriffe referieren - das kann kaum allgemeing&#252;ltig gekl&#228;rt werden und schon gar nicht mithilfe der Dekonstruktion.<br />
Gerade ihr Anliegen ist es, solch vermeintlich historisch invarianten Instanzen den Absolutheitsanspruch zu entziehen und zwar dergestalt, dass ihre historische Varianz, was ihr Referenzpotential angeht, aufgezeigt wird und damit verbunden auch der Missbrauch, der mit ihnen getrieben wird - infolge der Tatsache, dass sie eben als Ausschlussmechanismen funktionieren, die eben Grenzen des Sagbaren etablieren.<br />
Und diese Grenzen gilt es zu zeigen - mithin, wenn man das tut betreibt man Dekonstruktion. Jedoch nicht Destruktion.</p>
<p>Das Dilemma n&#228;mlich ist, dass jeglicher noch so radikale Dekonstruktionsversuch in denselben Grenzen verhaftet bleibt, die auch seine Gegenst&#228;nde bestimmen, n&#228;mlich in jenen der Sprache.</p>
<p>Jede Bezeichnung ist sogleich eine Abstraktion dessen, was da benannt werden soll und daher ist auch jegliche Dekonstruktion stets eine Abstraktion, m&#246;glicherweise zeigt sie Alternativen auf.</p>
<p>Dazu ein Beispiel:<br />
Ich habe das nicht l&#228;nger verfolgt, aber eine Zeit lang war ja das Thema &#8220;Offenlegung des menschliches Genom&#8221; in der &#214;ffentlichkeit sehr en vogue.</p>
<p>Im Grunde aber ist das ein Spezialdiskurs der Genetik, wovon eben auch nur ausgewiesene Spezialisten wirklich etwas verstehen. F&#252;r eine breitere &#214;ffentlichkeit, und f&#252;r die ist es ja von Belang, da ja vermeintlich Hoffnung besteht, dass bestimmte Erbkrankheiten geheilt werden k&#246;nnten, bedarf es zur Vermittlung des Themas einer Simplifizierung der an sich sehr komplizierten Materie. Das geschieht &#252;ber das Mittel der Metapher - und im angef&#252;hrten Beispiel wird das menschliche Genom behandelt wie ein Text. Das Genom best&#252;nde demnach also aus einer Reihe von Zeichen (namentlich Sequenzen der vier Basen A, C, G, T).<br />
Das dem so ist, ist daran zu sehen, wie denn die Praxis der Offenlegung attributiert wird - da wird entschl&#252;sselt, decodiert, dechiffriert, geknackt usw. - T&#228;tigkeiten, die man eigentlich an verschl&#252;sselten Texten betreibt.</p>
<p>Dummerweise aber suggeriert diese Textmetaphorik, dass sich einzelne Sequenzen, die Gene eben, gleichsam eines Pr&#228;dikats oder Objekts innerhalb eines Textes oder Satzes isoliert betrachten lassen bzw. auch modifizieren lassen w&#252;rden. (Das ist dann der Unfug mit dem Gen f&#252;r Sch&#246;nheit oder Klugheit, das dann immer mal wieder gefunden wird - und allen Ernstes kann man sich auf den Homepages von amerikanischen Samenbanken ja ausf&#252;hrliche Profile der Spender ansehen, um auch ja keinen Idioten zu bekommen - das ist der Weg zum Designerbaby)</p>
<p>Was allerdings nicht so bekannt ist, dass in Laborversuchen mit Tieren, bei denen einzelne Gene ver&#228;ndert worden sind, diese dann zwar einen entsprechend ver&#228;nderten Ph&#228;notyp aufweisen, sie aber h&#228;ufig auch Krebs oder sonstwas bekommen.<br />
Damit ist die Grenze des Sagbaren erreicht, etabliert durch die Textmetaphorik. Denn innerhalb eines Satzes kann ich zwar ein Element austauchen - ein Objekt durch ein anderes - und es bleibt weiterhin ein Satz, hingegen scheint dies beim Genom nicht der Fall zu sein, da seine Funkionsweise offenbar nicht aus den jeweiligen Einzelfunktionen der Gene resultiert, sondern vielmehr orchestral organisiert zu sein scheint. Dies aber l&#228;sst sich schlechterdings mit der Textmetapher nicht abbilden.</p>
<p>Nach dieser durchaus sehr reduzierten Dekonstruktion des Textbegriffes in Bezug auf das menschliche Genom, bleibt nun die M&#246;glichkeit eine andere zu finden - diese aber wird auch kaum der Komplexit&#228;t des Themas gerecht werden, da Begriffsbildung per definitionem schon immer eine Abstraktion ist.</p>
<p>Und daher sind Begriffe mit Absolutheitsanspruch (Sinn, Gott usf.) beim Thema Dekonstruktion v&#246;llig fehl am Platz, denn es handelt sich hierbei einfach um eine relativistische Debatte.<br />
Das mag man im Kern unmoralisch finden, aber Wahrheiten gibts bei der Dekonstruktion nicht zu finden, allenfalls variante G&#252;ltigkeiten werden gezeigt, in aller Regel problematisiert und es kann einem in der Tat die F&#252;&#223;e weghauen, wenn man sich seiner eigenen Subjektivit&#228;t nur noch als begriffliche Projektion sicher sein kann.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: toby</title>
		<link>http://zeit-geist.info/2008/03/09/dekonstruktion-eine-annaeherung/#comment-201</link>
		<dc:creator>toby</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 05:38:39 +0000</pubDate>
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		<description>Gro&#223;artig! Das ist die beste Antwort, die ich seit langem gelesen habe! Danke &#38; leider wahr! :)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gro&#223;artig! Das ist die beste Antwort, die ich seit langem gelesen habe! Danke &amp; leider wahr! <img src='http://zeit-geist.info/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: jordanus</title>
		<link>http://zeit-geist.info/2008/03/09/dekonstruktion-eine-annaeherung/#comment-200</link>
		<dc:creator>jordanus</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Sep 2008 20:19:23 +0000</pubDate>
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		<description>Er will sagen: Ich mu&#223; hier mit mir selbst diskutieren, weil die Schlaftabletten, die dieses aufregende und relevante Blog betreiben, sich h&#246;chstens monatlich beteiligen.
Dagegen war die zeitschriftenkultur der sp&#228;taufkl&#228;rung von rasender schnelligkeit.
Aber jaja, ich wei&#223;, heutzutage kommt man zu nix. Und au&#223;erdem, wen interessiert Derrida, wenn sich gerade unser Finanzsystem dekonstruiert?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Er will sagen: Ich mu&#223; hier mit mir selbst diskutieren, weil die Schlaftabletten, die dieses aufregende und relevante Blog betreiben, sich h&#246;chstens monatlich beteiligen.<br />
Dagegen war die zeitschriftenkultur der sp&#228;taufkl&#228;rung von rasender schnelligkeit.<br />
Aber jaja, ich wei&#223;, heutzutage kommt man zu nix. Und au&#223;erdem, wen interessiert Derrida, wenn sich gerade unser Finanzsystem dekonstruiert?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Daniel</title>
		<link>http://zeit-geist.info/2008/03/09/dekonstruktion-eine-annaeherung/#comment-199</link>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Sep 2008 13:20:29 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Chris,

auf was willst du mit deinen Kommentaren denn hinaus? Du rei&#223;t meiner Ansicht nach sehr vieles an, der rote Faden dagegen bleibt mir verborgen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Chris,</p>
<p>auf was willst du mit deinen Kommentaren denn hinaus? Du rei&#223;t meiner Ansicht nach sehr vieles an, der rote Faden dagegen bleibt mir verborgen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Chris</title>
		<link>http://zeit-geist.info/2008/03/09/dekonstruktion-eine-annaeherung/#comment-198</link>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 22:28:53 +0000</pubDate>
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		<description>Nochmal zum Unausgesprochenen:

Nach dem Buch von Assmann "Moses der &#196;gypter" besteht das Unausgesprochene lediglich darin, dass es keinen (allm&#228;chtigen) Gott gibt. Religion diente immer nur der Herrschaft, d.h. einem absoluten Gesetz.

Die Verk&#252;ndigung Jesu  gibt es allerdings in jedem Fall. Das Problem ist, inwiefern Religion als Politische Theologie der Herrschaft diente bis zu dieser Verk&#252;ndigung ("Mein Reich ist nicht von dieser Welt"). Ob dieses "Reich" auch nur irgendetwas etwas im Sinne Platons meinte, ist wohl fraglich. Das Wort Reich scheint mir &#252;berhaupt fraglich zu sein, nicht zuletzt im Glaubensbekenntnis. Man k&#246;nnte auch "Demokratie" formulieren und damit auf die Bedeutung "gestalten" von Demokratie verweisen im Sinne: Deine "Gestaltungsmacht" oder "Gestaltungswirkung" komme. Eine "Reichsidee" ist nur insofern relevant, dass ein Reich kein Nationalstaat ist und keinen Stamm privilegiert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nochmal zum Unausgesprochenen:</p>
<p>Nach dem Buch von Assmann &#8220;Moses der &#196;gypter&#8221; besteht das Unausgesprochene lediglich darin, dass es keinen (allm&#228;chtigen) Gott gibt. Religion diente immer nur der Herrschaft, d.h. einem absoluten Gesetz.</p>
<p>Die Verk&#252;ndigung Jesu  gibt es allerdings in jedem Fall. Das Problem ist, inwiefern Religion als Politische Theologie der Herrschaft diente bis zu dieser Verk&#252;ndigung (&#8221;Mein Reich ist nicht von dieser Welt&#8221;). Ob dieses &#8220;Reich&#8221; auch nur irgendetwas etwas im Sinne Platons meinte, ist wohl fraglich. Das Wort Reich scheint mir &#252;berhaupt fraglich zu sein, nicht zuletzt im Glaubensbekenntnis. Man k&#246;nnte auch &#8220;Demokratie&#8221; formulieren und damit auf die Bedeutung &#8220;gestalten&#8221; von Demokratie verweisen im Sinne: Deine &#8220;Gestaltungsmacht&#8221; oder &#8220;Gestaltungswirkung&#8221; komme. Eine &#8220;Reichsidee&#8221; ist nur insofern relevant, dass ein Reich kein Nationalstaat ist und keinen Stamm privilegiert.</p>
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		<title>Von: Chris</title>
		<link>http://zeit-geist.info/2008/03/09/dekonstruktion-eine-annaeherung/#comment-197</link>
		<dc:creator>Chris</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 22:22:58 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe Leute, das ist ja leider noch ein ganz elendes Verst&#228;ndnis.
Schaut erstmal in Schleiermachers Dialetik, hrsg. von Manfred Frank
Seit Schleiermacher hat die Hermeneutik entgegen aller Behauptungen keinen Fortschritt mehr gemacht! Zuerst gilt es Schleiermacher richtig zu verstehen. Wie kann man Derrida verstehen, wenn dieser die Idee des Verstehens bestreitet?

Derrida behautet - so wird behauptet - Dekonstruktion sei keine Methode, d.h. dies ist ihr Selbstverst&#228;ndnis. Vielleicht ist es aber eine Methodik? Was sind Kriterien f&#252;r Methoden?. Die Vergleichbarkeit kann lediglich nur relational auf die Methode selbst bezogen sein. Was ist mit dem Standpunkt des Beobachters (Luhmann)? Dekonstruktion stammt von Heidegger (Destruktion) und Benjamin (Destruktion &#38; Rekonstruktion). Beide waren teilweise ihren Ideen nach okkulte Faschisten bzw. Gnostiker, die die moderne Welt abschaffen wollten ("Tigersprung ins Vergangene"). Es ist fraglich, ob Heidegger Augustinus richtig verstanden hat. Kritisiert Augustinus nicht die Politik als Erl&#246;sungsweg? Warum bleibt Heidegger auf die Herrschaft &#252;ber die Natur fixiert? Fast alle zentralen Autoren der Postmoderne bleiben auf Mythen fixiert und versuchen Mythen als Freiheit zu verkaufen. Das ist bullshit. Mythos bedeutet Existenz in der H&#246;hle Platons und damit die H&#246;lle auf Erden und dannach ewige H&#246;lle. Daf&#252;r starb Jesus bestimmt nicht. Gleichzeitig kritisieren "die Postmodernen" das normale und nat&#252;rliche. Damit bestreiten sie die G&#252;te der Sch&#246;pfung und das Wohlwollen Gottes insgesamt.

Die Kritik der Methode liegt im Ursprung bei Descartes. Heidegger und Co kritisieren Descartes zuerst, weil Descartes den Zweifel als nicht bezweifelbar bezeichnet ("ich denke also bin ich"). Dies gilt als Ursache aller Krisen der Moderne. Der Zweifel beginnt aber mit der Kritik am J&#252;dischen Gesetz im Namen der Liebe Gottes. Derrida zielt in Wahrheit auf das Christentum und seinen Antinomismus (vgl. auch mal Leo Strauss). Das Christentum privilegiert den Zweifel im Namen der Offenbarung f&#252;r die Offenbarung, nicht gegen sie.

Derrida zerst&#246;rt nach meinem bisherigen Interpretation das Christentum, weil er mit der Kritik des Sinn als Pr&#228;senz auch die Pr&#228;senz des christlichen Geistes attackiert. Derrida privilegiert eineindeutig die j&#252;dische Tradition der Schrift und damit deren Hierachie (Levi-Strauss). In meinen Augen ist das im Kern alles leider und zum GL&#252;ck ganz simpel. Kann jedem Kind verstehbar gemacht werden. Die Frage ist nur auf welche Art und Weise. Der Geist ist f&#252;r jeden da, die Tradition der Schrift nicht automatisch. Zum Gl&#252;ck leben wir nach Luther.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leute, das ist ja leider noch ein ganz elendes Verst&#228;ndnis.<br />
Schaut erstmal in Schleiermachers Dialetik, hrsg. von Manfred Frank<br />
Seit Schleiermacher hat die Hermeneutik entgegen aller Behauptungen keinen Fortschritt mehr gemacht! Zuerst gilt es Schleiermacher richtig zu verstehen. Wie kann man Derrida verstehen, wenn dieser die Idee des Verstehens bestreitet?</p>
<p>Derrida behautet - so wird behauptet - Dekonstruktion sei keine Methode, d.h. dies ist ihr Selbstverst&#228;ndnis. Vielleicht ist es aber eine Methodik? Was sind Kriterien f&#252;r Methoden?. Die Vergleichbarkeit kann lediglich nur relational auf die Methode selbst bezogen sein. Was ist mit dem Standpunkt des Beobachters (Luhmann)? Dekonstruktion stammt von Heidegger (Destruktion) und Benjamin (Destruktion &amp; Rekonstruktion). Beide waren teilweise ihren Ideen nach okkulte Faschisten bzw. Gnostiker, die die moderne Welt abschaffen wollten (&#8221;Tigersprung ins Vergangene&#8221;). Es ist fraglich, ob Heidegger Augustinus richtig verstanden hat. Kritisiert Augustinus nicht die Politik als Erl&#246;sungsweg? Warum bleibt Heidegger auf die Herrschaft &#252;ber die Natur fixiert? Fast alle zentralen Autoren der Postmoderne bleiben auf Mythen fixiert und versuchen Mythen als Freiheit zu verkaufen. Das ist bullshit. Mythos bedeutet Existenz in der H&#246;hle Platons und damit die H&#246;lle auf Erden und dannach ewige H&#246;lle. Daf&#252;r starb Jesus bestimmt nicht. Gleichzeitig kritisieren &#8220;die Postmodernen&#8221; das normale und nat&#252;rliche. Damit bestreiten sie die G&#252;te der Sch&#246;pfung und das Wohlwollen Gottes insgesamt.</p>
<p>Die Kritik der Methode liegt im Ursprung bei Descartes. Heidegger und Co kritisieren Descartes zuerst, weil Descartes den Zweifel als nicht bezweifelbar bezeichnet (&#8221;ich denke also bin ich&#8221;). Dies gilt als Ursache aller Krisen der Moderne. Der Zweifel beginnt aber mit der Kritik am J&#252;dischen Gesetz im Namen der Liebe Gottes. Derrida zielt in Wahrheit auf das Christentum und seinen Antinomismus (vgl. auch mal Leo Strauss). Das Christentum privilegiert den Zweifel im Namen der Offenbarung f&#252;r die Offenbarung, nicht gegen sie.</p>
<p>Derrida zerst&#246;rt nach meinem bisherigen Interpretation das Christentum, weil er mit der Kritik des Sinn als Pr&#228;senz auch die Pr&#228;senz des christlichen Geistes attackiert. Derrida privilegiert eineindeutig die j&#252;dische Tradition der Schrift und damit deren Hierachie (Levi-Strauss). In meinen Augen ist das im Kern alles leider und zum GL&#252;ck ganz simpel. Kann jedem Kind verstehbar gemacht werden. Die Frage ist nur auf welche Art und Weise. Der Geist ist f&#252;r jeden da, die Tradition der Schrift nicht automatisch. Zum Gl&#252;ck leben wir nach Luther.</p>
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		<title>Von: Jordanus</title>
		<link>http://zeit-geist.info/2008/03/09/dekonstruktion-eine-annaeherung/#comment-193</link>
		<dc:creator>Jordanus</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Aug 2008 20:21:57 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, da f&#228;llt Euch nichts mehr ein, wa?</description>
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