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	<title>ZeitGeist &#187; Allgemein</title>
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	<description>Kultur und Evangelium in der Postmoderne</description>
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		<title>&#8220;Christsein in der Konsumgesellschaft&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 12:20:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Mitherausgeber der ZeitGeist B&#252;cher, Thomas Wei&#223;enborn, hat zu Beginn des Jahres ein interessantes, neues  Buch  geschrieben: „Christsein in der Konsumgesellschaft.“ Eine klasse theologische Auseinandersetzung mit dem Thema. Er zeigt darin auf, wie wir Spiritualit&#228;t zu einem Konsumgut gemacht haben und nun in kleinen, genussfertigen Happen konsumieren. Dabei liegt genau in der g&#246;ttlichen Spiritualit&#228;t die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mitherausgeber der ZeitGeist B&#252;cher, Thomas Wei&#223;enborn, hat zu Beginn des Jahres ein interessantes, neues  Buch  geschrieben: „Christsein in der Konsumgesellschaft.“ Eine klasse theologische Auseinandersetzung mit dem Thema. Er zeigt darin auf, wie wir Spiritualit&#228;t zu einem Konsumgut gemacht haben und nun in kleinen, genussfertigen Happen konsumieren. Dabei liegt genau in der g&#246;ttlichen Spiritualit&#228;t die Kraft die uns hilft mitten in der Konsumgesellschaft ein prophetisches Leben zu f&#252;hren. Wie hei&#223;t es im Untertitel: „Nachdenken &#252;ber eine allt&#228;gliche Herausforderung“. Diese Herausforderung ist &#8220;sperrig&#8221; und soll auch diskutiert werden. Uwe Metz macht den Anfang und schreibt folgendes:</p>
<p><em>Der amerikanische Autor Harry Blamires schrieb in den 80ern &#252;ber den geistigen Zustand der Christen, dass sie &#8220;kaum weniger als der Ausdruck sentimentalen Zusammenseins&#8221; seien, weil sie &#8220;ihre gro&#223;e intellektuelle Bedeutung&#8221; verloren haben. Ich habe einige Jahre als Pfarrer gearbeitet und kann die Erfahrung hinter dieser leider nur best&#228;tigen. Erstaunt war ich lediglich, dass sie bereits vor drei&#223;ig Jahren ausgesprochen wurde. Ich nahm an, dass die innerer und &#228;u&#223;erer  Bewegungslosigkeit vieler Christen daher r&#252;hrt, dass Gemeinden und Gemeinschaften ihnen die M&#246;glichkeit geben, sich aus den &#8220;weltlichen&#8221; Verh&#228;ltnissen in &#8220;geistliche&#8221; zur&#252;ckzuziehen und sich den Gegebenheit dort wilig unterordnen. Schon Machiavelli machte sich &#252;ber dieses Verhalten lustig. &#8220;Christen in der Konsumgesellschaft&#8221; geht den umgekehrten Weg und sagt, dass wir Christen uns den Gepflogenheiten, der &#8220;Spiritualit&#228;t&#8221; des Konsums unterordnen. Diese Beobachtung finde ich faszinierend.</p>
<p>Widersprechen m&#246;chte ich allerdings, dass &#8220;ein konsumkonformes Christentum zwangsl&#228;ufig ebenso undogmatisch wie die Konsumgesellschaft selbst&#8221; sei. Eine solche dogmafreie Zone gibt es nicht, was gerade der politische Umgang mit der Wirtschaftskrise vor Augen f&#252;hrt. Mir scheint, dass Thomas Wei&#223;enborn dieses Argument braucht, um die Bedeutung der Theologie und der Dogmatik wieder stark zu machen. Da es aber grunds&#228;tzlich am Bed&#252;rfnis mangelt, &#252;ber den eigenen, pers&#246;nlichen, den &#8220;echten&#8221; Glauben nachzudenken und man stattdessen lieber auf vorbereitete Glaubenslunchpakete zur&#252;ckzugreift, f&#252;rchte ich, ist auch im theologischen Heil keine Zuflucht zu nehmen. Deshalb sehe ich auch nicht im richtigen Umgang mit den Resourcen der Sch&#246;pfung den ersten Schritt. Vielmehr sollten die ureigenen Resourcen in Betracht gezogen werden, die jeder vom Sch&#246;pfer erhalten hat: Die graue Masse zwischen den Ohren. Die Christen sollten sich &#8211; ganz im Sinne von Blamires &#8211; ihrer geistigen Kraft bewu&#223;t werden. Dann wird auch die Systematik und Theologie sinnvoll.</em></p>
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		<title>&#8220;ZeitGeist 2 Postmoderne Heimatkunde&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 20:19:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft Evangelium]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute ist ZeitGeist 2 herausgekommen, wor&#252;ber wir uns sehr freuen. Auch diesmal geht es um die Auseinandersetzung zwischen gesellschaftlichen Ver&#228;nderungen und dem Evangelium. Der &#8220;rote Faden&#8221;, der uns durch den Marktplatz, die Kirchgasse, den Boulevard und die Spielstra&#223;e f&#252;hrt hei&#223;t &#8220;Heimat&#8221;. Wo und wie k&#246;nnen wir in all den Ver&#228;nderungen unseres Lebens unsere geistliche Heimat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist ZeitGeist 2 herausgekommen, wor&#252;ber wir uns sehr freuen. Auch diesmal geht es um die Auseinandersetzung zwischen gesellschaftlichen Ver&#228;nderungen und dem Evangelium. Der &#8220;rote Faden&#8221;, der uns durch den Marktplatz, die Kirchgasse, den Boulevard und die Spielstra&#223;e f&#252;hrt hei&#223;t &#8220;Heimat&#8221;. Wo und wie k&#246;nnen wir in all den Ver&#228;nderungen unseres Lebens unsere geistliche Heimat finden? Pers&#246;nlich, in Kirchen und Gemeinden und in der Gesellschaft. Anhand der Sinusmilieus gibt es wieder jede Menge interessanter und innovativer Praxisbeispiele.</p>
<p>Auf der Homepage gibt es wieder Leseproben und eine Einf&#252;hrung in Buch.</p>
<p>Danke an alle Autorinnen und Autoren die zum gelingen des Werkes beigetragen hat.</p>
<p>Die Diskussion kann beginnen&#8230;</p>
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		<title>&#8220;2. Auflage von ZeitGeist&#8221;</title>
		<link>http://zeit-geist.info/2008/09/03/2-auflage-von-zeitgeist/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Sep 2008 17:28:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[ZeitGeist]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist die 2. Auflage von ZeitGeist erschienen, was nat&#252;rlich ein Grund zur Freude ist. Inhaltlich hat sich au&#223;er ein paar orthographischen Verbesserungen nicht viel ver&#228;ndert. Was sich ver&#228;ndert hat ist, dass ZeitGeist eine neue Reihe anf&#228;ngt: &#8220;Edition Emergent Deutschland&#8221;. Das bedeutet nat&#252;rlich, dass es noch mehrere B&#252;cher in dieser Reihe geben wird, zwei davon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist die 2. Auflage von ZeitGeist erschienen, was nat&#252;rlich ein Grund zur Freude ist. Inhaltlich hat sich au&#223;er ein paar orthographischen Verbesserungen nicht viel ver&#228;ndert. Was sich ver&#228;ndert hat ist, dass ZeitGeist  eine neue Reihe anf&#228;ngt: &#8220;Edition Emergent Deutschland&#8221;. Das bedeutet nat&#252;rlich, dass es noch mehrere B&#252;cher in dieser Reihe geben wird, zwei davon werden 2009 erscheinen, zum einen ZeitGeist 2 und zum anderen ein Buch &#252;ber Spiritualit&#228;t &amp; Gemeinschaft(en). Es bleibt spannend.</p>
<p>Auch m&#246;chte ich noch mal betonen, dass der ZeitGeist Blog offen ist f&#252;r Artikel, Impulse und Herausforderungen zum Thema &#8220;Evangelium &amp; Kultur&#8221;. Schicke einfach deinen Artikel per Mail ein, wir ver&#246;ffentlichen ihn dann. Es wird Zeit, dass wieder ein bisschen Leben auf den Blog kommt, es war lange genug sehr ruhig&#8230;</p>
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		<title>Rezension von Brian McLaren: Everything must change. Jesus, Global Crises, and a Revolution of Hope, Nashville (USA): Nelson 2007</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jan 2008 16:22:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach „Die geheime Botschaft von Jesus“ (das ich nicht gelesen habe) legt McLaren nun einen Nachfolgeband vor, der das Thema „globale Herausforderungen“ in den Blick nimmt und auch ohne Vorkenntnisse der „geheimen Botschaft“ gut zu verstehen ist. Da ich von McLaren etwas rei&#223;erische Titel gewohnt war, war ich auch bei diesem anfangs etwas skeptisch. Aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach „Die geheime Botschaft von Jesus“ (das ich nicht gelesen habe) legt McLaren nun einen Nachfolgeband vor, der das Thema „globale Herausforderungen“ in den Blick nimmt und auch ohne Vorkenntnisse der „geheimen Botschaft“ gut zu verstehen ist. Da ich von McLaren etwas rei&#223;erische Titel gewohnt war, war ich auch bei diesem anfangs etwas skeptisch. Aber ich muss sagen, das Buch h&#228;lt, was der Titel verspricht. Es ist m. E. das bisher beste Buch von McLaren: informativ, mutmachend und herausfordernd.<br />
Im ersten Teil erkl&#228;rt der Autor, wie er &#252;berhaupt auf dazu gekommen ist, ein Buch &#252;ber die weltweiten Probleme zu schreiben. Dieser Abschnitt ist zwar ganz nett zu lesen, aber mich hat er nicht wirklich bewegt. Richtig spannend wurde es erst ab dem zweiten Teil, der mit „Suicidal System“ („Selbstmordsystem“) &#252;berschrieben ist. In ihm finden wir nicht nur eine sehr &#252;berzeugende Synopse aus verschiedenen Problemlisten, die unterschiedliche internationale Organisationen und Einzelpersonen als dr&#228;ngendste Herausforderungen unseres Planeten beschrieben haben. Sehr eindr&#252;cklich und systematisch schildert McLaren auch, wie das „System“ aussieht, das diese Probleme produziert. Er unterscheidet dabei drei Untersysteme, die miteinander verbunden sind und sich gegenseitig bedingen. Alle drei Systeme werden im Folgenden n&#228;her erl&#228;utert und mit entsprechendem Zahlen- und Faktenmaterial untermauert (wobei der Hintergrund – wie sollte es auch anders sein – vorwiegend die US-amerikanische Perspektive ist):</p>
<ul>
<li>Das „Prosperity System“ (Wohlstandssystem): Unsere Wirtschaft ist auf Wohlstandserzeugung aufgebaut. Das Mittel dazu sind die M&#228;rkte, in denen sich jeder mit seinen Gaben und Ideen einbringen kann. Die Dinge, die gesellschaftlich interessant sind, werden dadurch gef&#246;rdert, die anderen k&#246;nnen sich nicht durchsetzen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Das „Security System“ („Sicherheitssystem“): Um den freien Austausch von Waren und Dienstleistungen sicherzustellen, muss ein Sicherheitsapparat geschaffen werden, der sowohl f&#252;r den reibungslosen Ablauf sorgt wie auch f&#252;r die Ahndung von Verst&#246;&#223;en</li>
</ul>
<ul>
<li>Das „Equity System“ („Verteilungssystem“): Die freie Marktwirtschaft kann nur dann funktionieren, wenn Chancengleichheit und ein allgemeiner Zugang zu den M&#228;rkten besteht, in denen eine gute Verteilung der G&#252;ter stattfindet.</li>
</ul>
<p>Diese drei Systeme bedingen sich gegenseitig und sind eingerahmt in der „framing story“, also dem gesamtgesellschaftlichen Mythos. Ist der Mythos destruktiv, wird daher auch das ganze System zu einer „Selbstmordmaschine“; ist der Mythos dagegen konstruktiv, wird das System zu positiven Ergebnissen f&#252;hren.<br />
McLaren versucht nun, wie ich finde, sehr &#252;berzeugend aufzuzeigen, dass unser gesellschaftlicher Mythos destruktiv ist und wir deshalb zwangsl&#228;ufig die Welt an den Abgrund gebracht haben. Er macht verschiedene Elemente des destruktiven Mythos aus:</p>
<ul>
<li>Wir glauben daran, dass Gewalt Probleme l&#246;sen kann. Befriedung geschieht daher bei uns vor allem dadurch, dass einer dem anderen seinen Willen aufzwingt.</li>
<li>Bei uns steht das Individuum im Mittelpunkt des Interesses, nicht die Gemeinschaft. Bei Entscheidungen hat die Gemeinschaft deshalb keine Stimme.</li>
<li>Wir leben im Jetzt und denken nicht an zuk&#252;nftige Generationen, weshalb sie in unseren wirtschaftlichen und sonstigen Bilanzen auch keine Rolle spielen.</li>
<li>Sinn und Erf&#252;llung suchen wir in materiellen G&#252;tern und Vergn&#252;gungen und dabei in einem „immer mehr“ in allen Bereichen.</li>
</ul>
<p>Durch diese und andere Mythen wird das System nach McLarens Ansicht zur „Selbstmordmaschine“. Der Teufelskreis sieht dabei in etwa folgenderma&#223;en aus:</p>
<ul>
<li>Durch den Individualismus wird generiert das „Wohlstandssystem“ den Wohlstand Einzelner, der vor allem dadurch entsteht, dass G&#252;ter der Gemeinschaft bzw. den zuk&#252;nftigen Generationen entzogen werden. Das f&#252;hrt zu einer immer gr&#246;&#223;er werdenden Abneigung der Armen gegen&#252;ber den Reichen, die bis hin zum Hass geht. Ebensolcher Hass entsteht auch bei den Reichen, die die Armen zunehmend als Bedrohung betrachten. Die Folge sind gegenseitige Abschottung und eine „Wir gegen die“-Mentalit&#228;t.</li>
</ul>
<ul>
<li>Das „Sicherheitssystem“ versucht die so entstandene Unzufriedenheit niederzudr&#252;cken, agiert aber vor allem als Instrument der Reichen (die nicht nur von dem System profitieren, sondern es letztlich auch finanzieren). Es sorgt damit letzten Endes f&#252;r eine Fortdauer der Ungerechtigkeit.</li>
</ul>
<ul>
<li>Das „Verteilungssystem“ ger&#228;t schlie&#223;lich vollkommen aus dem Gleichgewicht, denn unsere Wirtschaft ist so aufgebaut, dass die, die &#252;ber die entsprechenden Mittel verf&#252;gen, auch den Zugang zu den M&#228;rkten kontrollieren. Von einer gerechten Verteilung ist also nichts zu sehen, vielmehr wird sie (McLaren belegt das durch Statistiken) sowohl weltweit wie national betrachtet immer ungerechter.</li>
</ul>
<ul>
<li>Die Armen entdecken deshalb zunehmend, dass das System nicht ihnen, sondern den Reichen dient. Damit steigt ihr Hass und auf der anderen Seite das Sicherheitsbed&#252;rfnis. Die Folge sind Gewaltausbr&#252;che und Terrorismus.</li>
</ul>
<ul>
<li>Hinzu kommt eine immer weiter anwachsende Umweltzerst&#246;rung, die dadurch bedingt wird, dass die Individuen nicht mehr kleinen Gemeinschaften gegen&#252;ber verantwortlich sind. Auch Gro&#223;konzerne, die Arbeitspl&#228;tze und M&#252;ll problemlos weltweit verschieben k&#246;nnen, handeln in dieser Hinsicht wie Psychopathen.</li>
</ul>
<p>Die L&#246;sung dieser vertrackten Situation kann nach McLaren nicht in einem Herumdoktern an einzelnen Problemen bestehen, sondern „everything must change“, wie der Titel sagt. Ihm geht es um nichts weniger als um die Implementierung einer anderen „framing story“, die er aus dem Evangelium Jesu ableitet. In ihr gelten Werte wie Gemeinschaft, Ausgleich von Interessen, Gewaltfreiheit und &#228;hnliches mehr. Wie man es von ihm gewohnt ist, legt McLaren in diesem Zusammenhang nicht nur den Finger auf einige wunde Punkte des evangelikalen Christentums (inklusive so heikler Fragen wie: Wie kann man von dem US-amerikanischen Volk, das zu 44% davon &#252;berzeugt ist, dass der Herr in den n&#228;chsten f&#252;nfzig Jahren wiederkommt, einen Beitrag zur Erhaltung der Sch&#246;pfung erwarten?), er liefert auch einige erfrischend andere Exegesen zu Evangelientexten.<br />
Besonders gelungen finde ich zudem, wie McLaren das Riesenthema „globale Krise“ auf einige ganz konkrete Handlungsschritte herunterbrechen kann: Was m&#252;ssen Staaten tun? Was k&#246;nnen einzelne kleine Gemeinschaften tun? Was kann der Einzelne tun?<br />
Das Buch endet mit einer Aufforderung zu einer „Revolution der Hoffnung“, zu der sich der Autor trotz seiner etwas pessimistischen Sicht der Lage durchringt. Hierin liegt jedoch auch die schon aus anderen Publikationen bekannte Schw&#228;che McLarens. Da er in den biblischen Texten zur Eschatologie nur „Visionen“ sieht, aber nicht wirklich Bilder f&#252;r die Zukunft, fehlt ihm auch der Grund f&#252;r eine Hoffnung auf Besserung. Die Zukunft liegt damit ganz in der Hand des Menschen.<br />
Den von ihm ausgemachten Problemen und daraus folgenden Herausforderungen und Handlungsaufforderungen tut das freilich &#252;berhaupt keinen Abbruch. Das Buch ist daher w&#228;rmstens zu empfehlen. Ich hoffe, dass es bald in deutscher &#220;bersetzung zug&#228;nglich sein wird und auch hierzulande eine sehr breite Leserschaft finden wird. Auf dass die Revolution der Hoffnung ihren Anfang nehmen m&#246;ge&#8230;</p>
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		<title>„Bekehrung &#8212; Versuch einer Dekonstruktion&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Dec 2007 14:42:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
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		<category><![CDATA[ZeitGeist]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt eine vielf&#228;ltige &#8220;Geschichte der Bekehrung&#8221;, sowohl in der Bibel und der Kirchengeschichte als auch in der pers&#246;nlichen Tradition. Was aber ist &#8220;Bekehrung&#8221;? Die gro&#223;en Kirchen sehen die Taufe als (rettendes) Sakrament, das das Handeln Gottes vor jedem menschlichen Handeln ausdr&#252;cken soll. Freikirchliche Evangelisten lassen aufstehen, andere nach vorne gehen, um die  menschliche Entscheidung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt eine vielf&#228;ltige &#8220;Geschichte der Bekehrung&#8221;, sowohl in der Bibel und der Kirchengeschichte als auch in der pers&#246;nlichen Tradition. Was aber ist &#8220;Bekehrung&#8221;? Die gro&#223;en Kirchen sehen die Taufe als (rettendes) Sakrament, das das Handeln Gottes vor jedem menschlichen Handeln ausdr&#252;cken soll. Freikirchliche Evangelisten lassen aufstehen, andere nach vorne gehen, um die  menschliche Entscheidung zu unterstreichen. Viele erleben Bekehrung als tiefes, mystisches, eindr&#252;ckliches und unvergessliches Gotteserlebnis. Manche k&#246;nnen &#252;ber ihre Bekehrung nach 20 Jahren nur unter Tr&#228;nen reden, andere haben es l&#228;ngst vergessen. Bonhoeffer unterscheidet zwischen seelischer und geistlicher Bekehrung. F&#252;r Francke war das Datum wichtig, f&#252;r Zinzendorf die Tr&#228;nen. Reformierte betonen vor allem die Pr&#228;destination, bei der die Bekehrung in erster Linie als ein Werk Gottes am Menschen betrachtet wird. In vielen L&#228;ndern bedeutet Bekehrung den totalen Lebenswandel und Verfolgung, bei uns oft &#8220;nur&#8221; eine innere Umkehr. Auch in der Bibel scheint es unterschiedliche Schwerpunkte zu geben: bei Matth&#228;us bedeutet Bekehrung eher Nachfolge, bei Johannes Neugeburt und eins werden mit dem Vater, bei Paulus gerechtfertigt werden aus Gnade.<br />
1.    Wie hast du Bekehrung erlebt? In welcher &#8220;Bekehrungstradition&#8221;  stehst du?<br />
2.    Theologische Frage: Was passiert im geistlich bei der Bekehrung?  (Was verstehst du theologisch unter Bekehrung?)</p>
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		<title>Studientag in Marburg</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Nov 2007 08:37:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ZeitGeist]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen Studientag zu „Emerging Church“ durchzuf&#252;hren, wie das „Emergent Deutschland“ am 28. November in Zusammenarbeit mit der Studien  und Lebensgemeinschaft Tabor und dem Marburger Bibelseminar getan hat, ist in vieler Hinsicht eine Herausforderung. Schon das Thema selbst ist in manchen Kreisen umstritten. W&#228;hrend die einen gro&#223;e Hoffnungen auf die „Emerging Church“ (was man in etwa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen Studientag zu „Emerging Church“ durchzuf&#252;hren, wie das „Emergent Deutschland“ am 28. November in Zusammenarbeit mit der Studien  und Lebensgemeinschaft Tabor und dem Marburger Bibelseminar getan hat, ist in vieler Hinsicht eine Herausforderung. Schon das Thema selbst ist in manchen Kreisen umstritten. W&#228;hrend die einen gro&#223;e Hoffnungen auf die „Emerging Church“ (was man in etwa mit „entstehende/ sich entwickelnde Gemeinde“ wiedergeben kann) setzen, sehen andere in ihr eine neue Bewegung des Liberalismus, die zu weiteren Einbr&#252;chen in der evangelikalen Welt beitragen k&#246;nnte. Mit dem Amerikaner Brian McLaren war zudem einer der profiliertesten und damit auch umstrittensten Vertreter dieser Bewegung eingeladen. Jason Clark, der mit ihm zusammen den Tag gestaltete, ist Leiter von „Emergent-UK“, einem lockeren Netzwerk von Pastoren und christlichen Leitern in Gro&#223;britannien.<br />
Um es gleich vorweg zu sagen: Wer McLaren (wie ich) bisher nur aus B&#252;chern kannte, war &#252;berrascht und vielleicht im positiven Sinne auch ein bisschen entt&#228;uscht. Wie D.A. Carson, einer seiner konservativen Kritiker, einmal bemerkt hat, f&#228;llt es schwer, ihn nicht zu m&#246;gen. Von dem polarisierenden Stil, der manche seiner Ver&#246;ffentlichungen pr&#228;gt und sich in Buchtiteln wie „Die geheime Botschaft Jesu“ oder dem ganz neuen „Everything must change“ („Alles muss sich ver&#228;ndern“) niederschl&#228;gt, war w&#228;hrend dieses Tages &#252;berhaupt nichts zu sp&#252;ren. McLaren trat vielmehr sehr v&#228;terlich auf, als Suchender und Fragender, der keineswegs behaupten k&#246;nne, die Antworten zu besitzen, weswegen er auch mehr Fragen aufwarf als beantwortete. Auch Jason Clark berichtete von nicht wenigen Herausforderungen, vor denen er als Gemeindeleiter steht, f&#252;r die er bisher keine L&#246;sung gefunden hat. Ziel des Tages war damit eher das gemeinsame Gespr&#228;ch und nicht die Vorstellung eines Konzeptes. Bezeichnenderweise lehnte McLaren sogar den Begriff „Emerging Church“ ab und sprach stattdessen lieber von einer „Emerging Conversation“, einem sich entwickelnden Gespr&#228;ch &#252;ber die Konfessionen und Kontinente hinweg.</p>
<p>_</p>
<p>Eine ausf&#252;hrliche Auseinandersetzung mit dem Studientag kann <a href="http://zeit-geist.info/texte/weissenborn_studientag.pdf" title="zeit-geist.info » weissenborn_studientag.pdf">hier als PDF </a>heruntergeladen werden.</p>
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		<title>ZeitGeist tats&#228;chlich lieferbar</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Oct 2007 19:32:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach dem es aus irgendwelchen Gr&#252;nden nicht m&#246;glich ist ZeitGeist bei amazon zu bekommen (Lieferbar erst ab Mitte Dezember), kann man das Buch portofrei direkt beim Francke Verlag bestellen und bekommt es garantiert geliefert. Mit dem Link auf der rechten Seite (Buch), kommst du direkt zur gew&#252;nschten Seite.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem es aus irgendwelchen Gr&#252;nden nicht m&#246;glich ist ZeitGeist bei amazon zu bekommen (Lieferbar erst ab Mitte Dezember), kann man das Buch portofrei direkt beim Francke Verlag bestellen und bekommt es garantiert  geliefert. Mit dem Link auf der rechten Seite (Buch), kommst du direkt zur gew&#252;nschten Seite.</p>
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